Added Piet auch bei Facebook!
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Piet hat ein Edelprofil bei Studivz und bei Meinvz. Wow! Von da aus kann man direkt auf Piet’s Blog zugreifen und auch gleich Mitglied in der Pietshow Gruppe werden und seinen Senf zur Pietshow abgeben und mit anderen Fans und Kritikern zu diskutieren. Bäääääääääääääm!
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Ein Interview mit dem Regisseur Manuel Meimberg findet ihr bei www.3min.de unter Extras.
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Mehr denn je habt ihr in der zweiten Staffel die Möglichkeit interaktiv an der Pietshow teilzunehmen…durch den Gewinn einer Gastrolle zum Beispiel. Ihr könnt Piet auch bei Twitter folgen oder euch eben bei StudiVz/ MeinVZ mit anderen Pietanhängern austauschen und Piet helfen indem ihr Hinweise sammelt.
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Ulf Hansen hat einen eigenen Blog. Den solltet ihr unbedingt auschecken!
Alle Clips von Ulf findet ihr hier. Viel Spaß!
Ulf Hansen gekündigt? Was’n da los?
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PRESSEARTIKEL
“Pietshow”: Grundy Ufa und die VZ-Gruppe kooperieren mit der Deutschen Telekom
Pünktlich zur zweiten Staffel der “Pietshow” hat Grundy Ufa für seine Online-Serie einen weiteren Verbreitungskanal eröffnet. Künftig wird die Web-Soap neben den Portalen StudiVZ und MeinVZ auch auf 3min, dem Webserien-Portal der Deutschen Telekom, ausgestrahlt.
Ab sofort wiederholt 3min immer dienstags, donnerstags und samstags die erste Staffel. Ab 20. Oktober gibts die neuen Folgen – zeitgleich auch weiterhin bei StudiVZ und MeinVZ. jm
Quelle: www.horizont.net
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PIETSHOW beim Festival “Cinema Tous Ecrans” nominiert
Die „PIETSHOW“ erhält eine Nominierung bei dem diesjährigen Festival Cinema Tous Ecrans. Das Festival zeichnet in der Kategorie „Web Series“ innovative Formate für die neuen Medien aus.
Grundy UFA entwickelte die PIETSHOW originär für VZnet Netzwerke Ltd. und griff dabei inhaltlich und formal die Besonderheiten des sozialen Netzwerkes auf. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sich das neue Format zur erfolgreichsten Webserie Deutschlands: Mehr als 40.000 VZ-Mitglieder versammelten sich in Piets Gruppe, in mehr als 7.500 Foreneinträgen rätselten die Nutzer, ob Piet wirklich Piet ist, mehr als drei Millionen Mal wurden seine Videos innerhalb von zwei Monaten abgerufen.
Aktuell produziert Grundy UFA die zweite Staffel der PIETSHOW, die ab dem 20. Oktober bei studiVZ/meinVZ und 3min online geht. 3min zeigt jetzt bereits immer dienstags, donnerstags und samstags die Folgen der ersten Staffel der PIETSHOW.
Quelle: http://blog.studivz.net/2009/09/23/pietshow-beim-festival-cinema-tous-ecrans-nominiert/
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UFA
04.12 2008
Bereits 2,5 Millionen Abrufe nach nur 12 Folgen:
Großer Erfolg für die PIETSHOW von studiVZ und
Grundy UFA
Mit über 2,5 Millionen Abrufen inklusive Bonusmaterial ist die PIETSHOW nach 12 Folgen sehr erfolgreich online. Die von Grundy UFA und studiVZ Ltd. entwickelte Web-Serie ist im Rahmen einer umfassenden Zusammenarbeit entstanden und speziell auf die Zielgruppe und Besonderheiten des Netzwerkes zugeschnitten. Die PIETSHOW ist Ende Oktober gestartet und läuft noch bis zum 12. Dezember.
Rainer Wemcken, Geschäftsführer Grundy UFA: „Wir freuen uns sehr, dass die PIETSHOW bei den Usern so gut ankommt. Aufbauend auf diesem Erfolg werden wir die Zusammenarbeit mit studiVZ zukünftig weiter ausbauen.“
Clemens Riedl, CEO studiVZ Ltd.: „Die PIETSHOW zeigt deutlich, dass Entertainment und Bewegtbild bei unseren Nutzern sehr gut ankommt: Bereits zu Beginn wurde der Trailer der Web-Serie auf der Startseite über 500 000 Mal am Tag geklickt. Zukünftig werden wir daher das Thema Bewegtbild sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit UFA und Grundy UFA vertiefen.“
http://www.ufa.de/index.php/Presse/PressemitteilungDetail/myid/1015403
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UFA
23.10 2008
PIETSHOW geht online
Am Dienstag, den 28. Oktober geht die „PIETSHOW“, die von Grundy UFA und studiVZ Ltd. produzierte Webserie, online. Die „PIETSHOW“ der Grundy UFA ist das erste Online-Format, das im Rahmen einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen der UFA-Gruppe und studiVZ entstanden ist. Die zweite Folge läuft am Freitag, den 31. Oktober.
Ab der zweiten Woche werden immer Dienstag und Freitag die 15 vierminütigen Folgen in einer so genannten Edelgruppe auf studiVZ online gestellt. Um die Zeit zwischen den Folgen zu verkürzen, gibt es kleine „Snippets“, kurze Szenen von 15-30 Sekunden, mit Gags und Aufrufen zum Mitmachen an die Community.
Passend zur Zielgruppe von studiVZ erzählt die vom europaweiten Marktführer der industriellen Serienproduktion entwickelte Serie die Geschichte einer unfreiwillig zusammen gewürfelten Studenten-WG, in der nicht alles so real zu sein scheint, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Dies ist die bislang umfangreichste derartige Kooperation zwischen einer TV-Produktion und einem Social Network. Der Serienspezialist Grundy UFA entwickelte das Format originär für studiVZ und greift inhaltlich und formal die Besonderheiten der Community auf.
Dazu Rainer Wemcken, Geschäftsführer Grundy UFA: „Serien zu produzieren ist das, was wir können. Wir freuen uns, nun verstärkt auf den neuen Plattformen zu entertainen – und das in Zusammenarbeit mit einem in dem Bereich so erfolgreichen Partner wie studiVZ: Immerhin kooperieren zwei Marktführer. Mit dem Angebot erreichen wir vor allem die jungen Zuschauer, die immer mehr Zeit im Netz verbringen.“
Der neben Guido Reinhardt mitverantwortliche Produzent Nicolaus Heise freut sich über die erfolgreiche Partnerschaft: „Wir zeigen mit der ‚PIETSHOW’, dass Grundy UFA nicht ausschließlich für die große, industrielle TV-Serienproduktion steht, sondern mit kleinen, flexiblen Teams und innovativen Erzählansätzen auch mitreißende Geschichten für den gesamten NewMedia-Bereich produzieren kann.“
Michael Brehm, COO studiVZ Ltd.: „Mit der neuen Serie rund um das Leben einiger Studenten bieten wir unseren Mitgliedern zukünftig noch mehr Entertainment mit hoffentlich viel Gesprächsstoff für die Community. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Grundy UFA den optimalen Partner für dieses innovative und spannende Projekt gefunden haben.“
Der Titelsong der „PIETSHOW“ heißt „Grausam und schön“, geschrieben und gesungen von der Indierockband Madsen. Der Titel ist auf ihrem dritten Studioalbum „Frieden und Krieg“ erschienen und passt textlich hervorragend zu den Geschichten der Serie.
Die Band Madsen steht in der deutschen Musikszene für einen unverwechselbaren kraftvollen Rocksound – laut Plattenfirma Vertigo/Universal Music: „Für alle, die nach solch beseelt-derb in die Saiten gedroschenen Sound und mit aller Inbrunst und Witz herausgeschrienen Vocals dürsten.“
Die „PIETSHOW“ – die Story
Die Serie erzählt die Geschichte von Piet – Filmstudent und Serienjunkie – der mit seinem Kumpel Nick zusammen nach Berlin Kreuzberg in eine abgewrackte Altbauwohnung zieht. Bei der Einweihungsparty stürzt Piet versehentlich durch die Wand. Dabei entsteht ein Loch, das ab jetzt ein Durchgang zur Nachbarwohnung ist. Schnell stellt sich heraus, dass dort Melanie und Jessy wohnen, die ebenfalls nach Berlin gekommen sind, um hier zu studieren. Die Vier arrangieren sich mit der neuen „Wohnsituation“ und leben von nun an ein roughes, lautes, konfliktgeladenes und auf seine Art doch irgendwie harmonisches Studentenleben. All das fängt Piet – ganz angehender Filmemacher – mit seiner Kamera ein. Während der Student das Zusammenleben der Vier dokumentarisch porträtiert, kommt er immer mehr dahinter, dass irgendetwas nicht stimmt. Mehr und mehr wird er in seine eigene parallele Welt gezogen und er kommt zur Überzeugung, dass sein Leben und das seiner Mitbewohner einer Fernsehserie auffällig ähnelt. Sind sein ganzes Leben und seine Mitbewohner „gescripted“?
Die „PIETSHOW“ – Produktionsnotizen
Schon bei der Entwicklung der Serie wurde berücksichtigt, dass sie im Kontext der größten deutschen Social-Community laufen wird – studiVZ. Dort hat man es mit einem jungen und medienkritischen Publikum zu tun, das zugleich sehr kommunikationsbereit und mediengeübt ist. Es galt also, das Lebensgefühl eines bestimmten Lebensabschnitts zu treffen. Andererseits sollte nicht bloß eine Social-Community als Versandplattform für irgendein Format genutzt werden. Es mussten daher ganz neue Wege gefunden werden, um Geschichten so zu erzählen, dass sie sich in eine Online-Serie unterhaltsam und spannend einbinden ließen.
Jede Folge bietet neben höchst emotionalen, unterhaltsamen Geschichten Kommunikationsanlässe, Aufrufe, Ideen und löst Assoziationen zu Anekdoten und Erlebnissen aus dem eigenen Leben aus. Die liebenswert erzählten Charaktere sind so authentisch wie möglich, die Inhalte so lebensnah wie möglich. Die Dramaturgie wurde den Besonderheiten des Webs angepasst und geht viel weiter als man es von vergleichbaren Formaten kennt. Vom Einsatz der Kamera bis zum Produktionskonzept, von der Erzählweise bis zur Interaktivität setzt diese Serie Maßstäbe in der deutschen Produktionslandschaft.
http://www.ufa.de/index.php/Presse/PressemitteilungDetail/myid/1015262
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FAZ
27. Oktober 2008
Internet-TV
Chaos und Party
Von Sabine Sasse
Mangelnde Erfahrung kann man der Grundy-Ufa wirklich nicht vorwerfen. Die Produktionsfirma, die zum Ufa-Konzern gehören, ist europaweit Marktführer industriell gefertigter Serien. Hier entstehen Dauerbrenner wie „GZSZ“, „Verliebt in Berlin“, „Verbotene Liebe“ und „Unter uns“, insgesamt etwa siebenhundertfünfzig Stunden Programm im Jahr. Trotzdem ist man zur Zeit ein wenig aufgeregt im Mutterhaus in Potsdam-Babelsberg, denn etwas ganz Neues wurde kreiert, etwas, das „Maßstäbe in der deutschen Produktionslandschaft“ setzen soll.
StudiVZianer lebten tatsächlich nur in ihrer Community
Das Vorhaben nennt sich „Piet Show“, ist pro Folge zwischen vier und fünf Minuten lang und startet am Dienstag. Doch wer nun die Programmzeitschrift danach durchstöbert, wird enttäuscht. Die neue Serie wird nur im Internet zu sehen sein, und zwar auf StudiVZ, Deutschlands größter Studenten-Community mit mittlerweile 5,5 Millionen Mitgliedern. Es sei die „bislang umfangreichste derartige Kooperation“ zwischen einer Produktionsfirma und einem „Social Network“, schreibt die Grundy-Ufa.
Den Anstoß für die Kooperation gaben die regelmäßig auf StudiVZ stattfindenden Umfragen, bei denen „Videos“ zu den am häufigsten formulierten Wünschen gehören – angesichts des Überflusses an bewegten Bildern allüberall kann man den Eindruck gewinnen, die StudiVZianer lebten tatsächlich nur in ihrer Community.
„Ähnlichkeiten mit ,Die Truman Show’“
Und so spielt die clipartige, durchaus gutgemachte Miniserie folgerichtig im Studentenmilieu. Sie erzählt von dem Filmstudenten und Serienfan Piet (talentiert: Marian Meder), der mit seinem Kumpel Nick (Henning Heup) in eine abgewrackte Bude in Berlin-Kreuzberg zieht und jede Minute seines Lebens mit der Handkamera filmt. Bei der Einweihungsparty stürzt er durch eine Wand und landet in der Nachbarwohnung, in der – natürlich – zwei attraktive Studentinnen hausen.
In der unfreiwilligen WG entstehen eine Menge Verwicklungen, die Piet lückenlos dokumentiert und – wie sollte es anders sein – bei StudiVZ hochlädt. Schon bald reift in Piet der Verdacht, dass außer dem Chaos und der ständigen Party noch etwas in seinem Leben nicht stimmt. Und er fragt sich, ob das, was er erlebt, überhaupt real ist oder nur Teil einer geschriebenen Serie – was einem irgendwie bekannt vorkommt.
„Ähnlichkeiten mit dem Film ,Die Truman Show’ sind durchaus gewollt“, sagte der Producer Jan Marquardt, die Kosten seien allerdings deutlich geringer. Konkrete Zahlen möchte er nicht nennen. „Gewinnerzielung ist nicht das primäre Ziel dieser Koproduktion. Wir erhoffen uns eher eine rege Diskussion über das Format, eine aktive Teilnahme und Auseinandersetzung.“
In vielen Blogs verspottet
Online-Plattformen sind das Medium der Zukunft, wer hier als Produktionsfirma den Anschluss verpasst, schaut langfristig in die Röhre. „Wenn wir beobachten, dass unsere Zielgruppen in den Online-Bereich abwandern, dann müssen wir dahin“, sagt Nicolaus Heise, der bei Grundy für die Entwicklung von Stücken in den neuen Medien zuständig ist. Wie und mit was genau, müsse man probieren: „Wir sind da noch in der Versuchsphase und schauen, was im Web überhaupt möglich ist.“
Der Mitbewerber MME hat seinen ersten Testballon im Mai mit „They call us Candy Girls“ bei MySpace gestartet. Obwohl in vielen Blogs verspottet und von der Kritik verrissen, verbucht MME die Web-Serie als Erfolg. Man habe einen neuen Markt geprägt und gerade in den ersten Tagen regen Zuspruch erfahren, sagt Georg Ramme, Leiter Digitales Fernsehen bei der MME. MySpace sei gerade auf Sponsorensuche, um die Serie fortzusetzen. Zudem koproduziere man gerade „eine neue große Web-Serie“. Mehr möchte er nicht verraten. Die Konkurrenz schläft nicht.
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~ED55DDDEBEF1447B29D9434842304E353~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ZB
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Tagesspiegel
von Kurt Sagatz:
Truman lässt grüßen
Das Studentennetzwerk StudiVZ bekommt mit der “Pietshow” seine erste Serie.
Nicht ohne meine Videokamera, ist die Devise des Filmstudenten Piet. Sein Durchbruch im wortwörtlichen Sinn gelingt ihm, als er bei der Einweihungsparty in seiner Kreuzberger Studenten-WG tanzend die Wand zur Nachbarwohnung mit einem riesigen Loch versieht. Hier wohnen Melanie und Jessy, ebenfalls Studentinnen und anfangs alles andere als glücklich über die neue Groß-WG.
Filmfreak Piet, sein Mitbewohner Nick sowie Jessy und Melanie sind die Protagonisten der „Pietshow“, die am Dienstag in den Online-Netzwerken StudiVZ und MeinVZ startet. Für Autor und Regisseur Manuel Meimberg ganz wichtig: Die von Grundy Ufa produzierte „Pietshow“ ist keine Soap, sondern eine Serie mit einem Abschluss nach 15 Folgen. Bis dahin können die Mitglieder einer eigens geschaffenen StudiVZ-Gruppe jeden Dienstag und Freitag die neueste der vier- bis fünfminütigen Episoden abrufen.
Für die Internet-Community StudiVZ, die wie der Tagesspiegel zur Verlagsgruppe von Holtzbrinck gehört, ist die „Pietshow“ eine Premiere. Nach Aussage von StudiVZ-Sprecher Dirk Hensen geht es StudiVZ, wo derzeit 5,5 Millionen Mitglieder registriert sind, und MeinVZ, das 1,7 Millionen Nutzer zählt, mit der Serie nicht in erster Linie um Mitgliedergewinnung. „Wir hoffen, dass dadurch eine lebhafte Diskussion unter den Mitgliedern entsteht“, sagt StudiVZ-Mitgründer Michael Brehm. Die Diskussionen können sich einerseits direkt auf den Seiten der „Pietshow“-Gruppe selbst entwickeln. Gelegenheit dazu bieten andererseits aber auch die StudiVZ-Seiten der Serienfiguren Piet, Nick, Jessy und Melanie, die jetzt eingerichtet wurden.
Anlass zum Debattieren gibt es genug. Denn Autor Manuel Meimberg liebt das Spiel mit dem doppelten Boden. Im Verlauf der Serie entdecken Piet sowie die freiwilligen und unfreiwilligen Mitbewohner der Groß-WG, dass sie längst nicht so frei agieren können wie sie glauben. Ein entführter Drehbuchschreiber, mysteriöse Manuskriptseiten – in der „Pietshow“ geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Man ahnt es bald: Die Mediensatire „Die Truman Show“ lässt grüßen.
Zu den Besonderheiten der „Pietshow“ gehört die klar umrissene Zielgruppe: „Bei StudiVZ und MeinVZ haben wir es mit nicht mehr ganz jungen Leuten zu tun, die sehr medienkritisch sind“, sagt Meimberg: „Die nehmen nicht alles hin, was man ihnen vorsetzt. Sie wollen bei den Themen ernst genommen werden“. Ob die „Pietshow“ nach 15 Folgen fortgesetzt wird, darüber entscheidet die Resonanz der VZ-Mitglieder. Kurt Sagatz
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 27.10.2008)
http://www.tagesspiegel.de/medien-news/StudiVZ-Pietshow;art15532,2645960
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Spiegel Online
ONLINE-SOAP “PIETSHOW”
Slapstick für Schlauberger
Von Christian Bartels
Serien müssen nicht unbedingt im Fernsehen laufen, dachten sich die Macher der “Pietshow” und drehten eine Kurz-Soap exklusiv für die Onlineplattform StudiVZ. Ein interessantes Experiment mit einer riesigen Zielgruppe – dahinter steht ein großer Medienkonzern.
In harten Filmen knallt man gegen die Wand. In heiteren schon mal durch sie hindurch. Beim Pogo auf der Einweihungsparty springt Piet (Marian Meder) so heftig herum, dass er die dünne Mauer durchbricht und in der Nachbarwohnung landet. Mit diesem Knalleffekt startet die Internet-Serie “Pietshow”, die von Dienstag an auf StudiVZ zu sehen ist.
Die Fernsehsoap-Fabrik Grundy Ufa hat für das größte deutsche Online-Netzwerk 15 rund vierminütige Folgen produziert. Zwei neue Episoden pro Woche sollen die Nutzer bis Mitte Dezember zum Klicken animieren. Grundzug der Handlung: Filmstudent Piet bildet fortan mit Mitbewohner Nick (Henning Heup) und den Studentinnen von nebenan (Marylu Saskia Poolman, Lotte Letschert) eine Quasi-WG und filmt deren Alltag. Mit charmant zerrockter Visage schaut er durch oder in seine Kamera, dann stellt er das Gefilmte online.
In Wahrheit wurde unter dem Arbeitstitel “Durchgeknallt” an vier Drehtagen im September gedreht. In einer Wohnung in Berlin-Neukölln wurde zunächst eine Mauer eingezogen und darin das handlungsstiftende, großzügig mit Isolierwatte garnierte Loch erzeugt. “Da fließt das ganze Know-how der Ufa rein”, hieß es am Set. Folgerichtig hängen bei Filmfreak Piet nicht nur “Pulp Fiction”-Plakate an der Wand, sondern auch welche mit “Dr. Mabuse” und Pola Negri als “Carmen” – beides Klassiker der Vorkriegs-Ufa, als sie noch großes Ausstattungs-Kino drehte.
Jetzt, für den kleinen Player auf Computermonitoren, musste mit möglichst kleinem Team gedreht werden. Producer Jan Marquardt spricht von “Querschnittsaufgaben”: Regisseur, Kamera- und Tonmann sowie ein Assistent für alle bilden das Team. Die Schauspieler bringen ihre Kostüme selbst mit. In der Maske werden sie lediglich gepudert, um nicht speckig zu glänzen. Das ist nichts im Vergleich zu dem Aufwand, der für Hochglanzsoaps wie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” sonst betrieben wird, denjenigen Serien also, die die Grundy Ufa sonst herstellt.
Regisseur und Co-Autor Manuel Meimberg freut die relative Authentizität seines Internet-Werkes. Er ist im Hauptberuf Chefautor von “Alles was zählt” – jener RTL-Soap, die am Vorabend gerade die Sat.1-Telenovela “Anna und die Liebe” auf einen früheren Sendeplatz verdrängt hat. Die “Pietshow” sei keine Soap, sondern spiele nur mit Soap-Klischees und richte sich an eine aufgeklärtere Zielgruppe: “Die machen kein Essen beim Fernsehen, die gucken genau hin und sind es gewohnt, gefordert zu sein”, meint Meimberg. “Man muss ihnen mehr liefern”.
Studenten im WWW – radikal anders
Dass Studenten intelligenter seien als die Zielgruppen, denen das Vorabendprogramm des Fernsehens gilt, will so ausdrücklich niemand bestätigen. StudiVZ-Nutzer seien den ganzen Tag online und haben ein “radikal anderes Mediennutzungsverhalten”, sagt StudiVZ-Kommunikationschef Dirk Hensen.
Gibt das Anlass zur Hoffnung auf cleverere Erzählweisen als diejenigen, die der deutsche Fernsehbetrieb gestattet? Zumindest seien sowohl die einzelnen Filmchen als auch der große Erzählbogen, zu dem sie sich zusammenfügen sollen, besonders “dicht erzählt”, so Marquardt. Das heißt, neben der WG-Handlung gibt es eine rätselhafte “Metaebene”. Da erkennt Piet etwa in herumliegenden Papieren Drehbuchseiten, auf denen just die Sätze stehen, die ein Mitbewohner in Kürze zu ihm sagen wird. Ob solcher Vorkommnisse schwant ihm, ungewollt Teil einer inszenierten Soap zu sein. Ein bisschen “Truman-Show”-Paranoia, “Stromberg”-haftes In-die-Kamera-Reden – solche Mätzchen sollen die medienkompetenten Studenten bei der Stange halten.
Allerdings wirkt die Metaebene etwas aufgepropft, und die Partydialoge, in denen die Studis zwischen zwei Zügen aus der Bierflasche über Bakterien sinnieren, die sich an angespeichelten Flaschenhälsen sammeln, beim Zuschauer das Gefühl hinterlassen, dass vier Minuten für eine Serienfolge ziemlich lang sind.
Kleine Soap – große Konzerne
Ob die Zielgruppe mehr über all das wissen will, ob also eine Fernsehserie ohne Fernsehen genügend Online-Aufmerksamkeit erzeugt, ist allerdings ein spannendes Experiment. Im Sommer machte die Websoap “Candy Girls” auf dem deutschen MySpace-Ableger eher wenig Furore. Die “Pietshow” will “auf der Plattform und mit der Plattform erzählen”. Damit meint Producer Marquardt nicht, dass die Dialoge Werbung für GZSZ und StudiVZ (“5,6 Millionen Mitglieder!” – “Echt? Wow”) enthalten, sondern das Zusammenwirken der Filmchen mit noch kürzeren Videos und Texten auf den von Online-Redakteuren angelegten Profilseiten der Charaktere.
Hinter dem kurzen Film, dessen Folgen sich zu einer Gesamtspieldauer von gut einer Stunde addieren, stehen große Konzerne. Die Verlagsgruppe Holtzbrinck (“Die Zeit”, “Handelsblatt”) hat StudiVZ 2007 für geschätzte 85 Millionen Euro gekauft. Zwar handelt es sich um eine der meistgeklickten Webseiten Deutschlands, ob und wann sich die Investition rentiert, gilt allerdings als ungewiss. Am vergangenen Mittwoch verließ Marcus Riecke, einer der Geschäftsführer, überraschend das Unternehmen.
Die Ufa wiederum gehört zum größten deutschen Medienkonzern Bertelsmann und ist im Internet nicht besonders stark aufgestellt. Nun will sie “auf neuen Plattformen entertainen”, wie Grundy-Geschäftsführer Rainer Wemcken sagt. Beide Konzerne erproben gemeinsam, ob und wie sich serielle Videos, etwa durch Werbung, refinanzieren lassen. Die Kosten des Films lägen deutlich unter dem sechsstelligen Euro-Bereich, heißt es. Über Geld möchte aber niemand reden.
Producer Marquardt meint: “Jetzt, in der Phase der Etablierung von Bewegtbildern im Internet, hat man große Freiheiten.” Streng genommen handelt es sich um die Freiheiten, die das Netz jedem, egal ob freakigem Studenten oder großem Konzern, bietet: Jeder kann tun, was er will. Unklar ist lediglich, ob und wie er dafür bezahlt werden wird.
Eine andere Ufa-Tochter hat in der Vergangenheit schon mal 30 Folgen eines Handy-Films gedreht, die aber nie zu sehen waren – ganz einfach weil sich Handy-TV bisher nicht durchgesetzt hat.
Vorerst gehen 15 Folgen der “Pietshow” online. Für die rätselhafte Metaebene verspricht Regisseur Meimberg einen “sehr konsequenten seasons’ cliff” am Ende. Für den Erfolgsfall ist also vorgesorgt: Die zweite Staffel soll mit mehr “echter Interaktivität” aufwarten.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,586781,00.html
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Sueddeutsche.de
Web-TV: Piet Show
Gezielt und preiswert
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Start mit Undercover-Fiction
Der aktuellen, vor wenigen Wochen veröffentlichten ARD Online Studie zufolge lässt sich bei den 14- bis 49-Jährigen Deutschen eine lange vermutete, deutliche Verlagerung vom Fernsehen zum Internet feststellen. 55 Prozent der Online-Nutzer rufen Videos auf (2007: 45 Prozent), mehrheitlich ist das noch User Generated Content (UGC).
Welche Konsistenz und Größe muss Quality Content haben, um im Web akzeptiert zu werden? Wobei Quality Content (Qualitätsinhalt) zunächst nur das industrielle Produkt meint im Gegensatz zum UGC, den privaten Wackelclips. Welche Geschichten soll man erzählen in welcher Länge? 90 Sekunden oder 20 Minuten? Muss man für jede Serie eine eigene Webseite programmieren oder sie über YouTube, soziale Netzwerke, Blogs verteilen?
Die Geschichte der Web-Serie beginnt 2006 auf der Video-Plattform YouTube, als die 16-jährige Bree unter dem Nutzernamen Lonelygirl15 ein Videotagebuch online stellt. Das Mädchen spricht mit großen Augen in die Webcam, erzählt von der Highschool, blöden Jungs und großen Träumen. Im Hintergrund sieht man Stofftiere und Pop-Poster.
Nach einiger Zeit, als das lebendige Mädchen bereits eine treue Zuschauerschaft hat, berichtet sie plötzlich von einer gefährlichen Sekte. Ihr YouTube-Bekanntenkreis ist besorgt, schickt ermutigende Emails und die Nummer eine Hilfs-Hotline, bis im Sommer 2006 herauskommt, dass es sich bei Lonelygirl15 in Wirklichkeit um Jessica Rose handelt, eine 20-jährige Schauspielerin aus Neuseeland. Noch heute finden sich unter dem Suchbegriff Lonelygirl15 mehr als eine Million Treffer, die Schöpfer der Undercover Fiction arbeiten mittlerweile für den US-Mediengiganten CBS.
“Hast du das drauf?”
Die Videos von damals sind bei YouTube noch immer zu finden, es fühlt sich ein wenig an, als würde man die ersten Farbfotos oder die Filmrollen der Lumière-Brüder betrachten. Das Internet archiviert die eigene Evolutionsgeschichte.
Die Pietshow versucht daher erst gar nicht, Fiktionalität zu verbergen. Regisseur Manuel Meimberg, ein Veteran der alten Medien, der lange als Chefautor von Alles was zählt (Eislauf-Soap von RTL) arbeitete. “Bree war nicht glamourös. Sie war nicht einmal außergewöhnlich hübsch”, sagt Meimberg, “aber sie war glaubwürdig. Im ersten Moment.”
Lonelygirl15 hat einen ersten Produktionsstandard für Web-Serien gesetzt: Oft erzählen die Hauptdarsteller ihre eigene Geschichte in die Kamera. Oft bedienen sie sich dabei der audiovisuellen Aufnahmegeräte, die auch in den Zimmern der Zielgruppe herum liegen: Webcams, Mini-DV, Handykamera.
Die Pietshow beginnt mit einer Party. Piet kracht durch die Wand in die Nachbarwohnung. Als er wieder aus dem Loch heraus krabbelt, ruft er nicht zuerst seinen Versicherungsagenten an, sondern spricht in das omnipräsente Objektiv: “Hast Du das drauf? Sag mir bitte, dass Du das drauf hast.”
Das Loch in der Wand setzt die Handlung in Gang, verbindet die Wohnung Piets, die er sich mit Kumpel Nick teilt, mit der Wohnung von Jessy und Melanie, zwei Mädchen, die zufällig im selben Alter und ebenfalls gerade für das Studium nach Berlin gezogen sind. Der generische Plot lässt selbst die Protagonisten stutzen: “Wir sind wie Serienfiguren: die Sexbombe mit dem großen Mund, die frigide Langeweilerin und der coole Typ.”
“Wer will das denn sehen?”
Und hier hören die metamedialen Referenzen nicht auf. Irgendwann liegt eine Seite des Drehbuchs im Bild. Auf dem Bildschirm blinkt ein Batterie-Warnsignal. Die Erklärung: Piet filmt sein Leben für ein Studienprojekt – und lädt am Ende jeder Vierminuten-Folge das Videomaterial auf StudiVZ hoch. “Wer will das denn sehen?”, fragt eines der Mädchen – und hat nichts verstanden. “Wir stellen in der Serie auch die Frage, in wie weit das alles auf StudiVZ noch real ist”, sagt Regisseur Meimberg, “in dieser Generation ist doch jeder ein Performer.”
Jedes Medium bringt eine Erzählform hervor, die seine eigenen Potentiale auf scheinbar natürliche Weise nutzt: Im Kino läuft noch immer der eineinhalbstündige Film, der als Genre alles thematisiert, was die Menschen, ihre Geschichte und ihre Phantasie zu bieten haben. Das Fernsehen erfand die 30-minütige Soap, eine domestizierte Form des Dramas, in der es eine überproportionale Häufigkeit an Inzest, Magersucht und internationalem Drogenhandel gibt. Das Internet bringt nun den Zwei- bis Vierminüter, der nur noch das Leben der Zielgruppe abbildet. Je kleiner der Bildschirm, desto näher rücken die Zuschauer an die dargestellte Welt – bis beides zusammenfällt.
Da ist kein Grund zur Panik, die Webisode wird die Episode oder den Spielfilm nicht ablösen. Jeff Zucker, mächtiger Mann an der Spitze des amerikanischen Networks NBC, wies neulich auf einer Medienkonferenz in London auf die feststellbare Gleichzeitigkeit von Mediennutzung hin. “Seht das Internet nicht als Verlust”, empfahl er den Briten.
Joel Berger ist ein Veteran der letzten Medien-Revolution. Der Managing Director von MySpace Deutschland hat früher beim Musiksender MTV gearbeitet, als dort mit schnellen, bunten Clips das Fernsehen neu erfunden wurde. Im Laufe der Jahre, weiß Berger, ist sogar das Musikfernsehen alt geworden – und mutlos. “Im Netz kann man viel mehr experimentieren, hier führt ein Fehler nicht automatisch zum Ruin.”
Gezielte Werbung, geringere Kosten
Ungefähr 70000 Zuschauer konnte MySpace mit der Web-Serie Candy Girls pro Folge im vergangenen Jahr gewinnen – im Vergleich mit den Millionen Soap-Fans im Fernsehen, das weiß Berger genau, ist das nicht viel, andererseits könnten Werbekunden auf MySpace viel gezielter eine Konsumentengruppe identifizieren und ansprechen.
Darüber hinaus kostet die Produktion einer hochwertigen Web-Serie noch so viel weniger als einer hochwertigen TV-Serie, weshalb vor allem in den USA eine enorme Anzahl an so genannten “web-only” Inhalten auf den Markt kommt. Junge, unbekannte Regisseure und Produzenten suchen im Netz nach Zuschauern und Fans. Nicht selten tauchen auch Pilotsendungen auf, die von Fernsehanstalten abgelehnt wurden. Sie erhalten, wenn sie bei YouTube oder MySpace massenhaft angeklickt wurden, eine weitere Chance.
Im Netzwerk ersetzt die Weisheit der Vielen die Talentscouts der TV-Industrie. Immer öfter werden aber auch Akteure aus Hollywood oder dem TV-Establishment im Netz aktiv. Die Emmy-Gewinner Marshall Herskovitz und Ed Zwick produzierten 2007 Quarterlife (es geht um mediensüchtige, melancholische Mittzwanziger). Sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Premiere im Netz. NBC kaufte Quarterlife und erzielte damit am Abend die schlechteste Quote aller Zeiten. Jeff Zucker ließ das Internetstück nach einer Folge absetzen.
Die Firma Electronic Farm Entertainment des erfahrenen Hollywood-Produzenten Stan Rogow konnte Roasario Dawson – Muse von Quentin Tarantino in Death Proof – für die Web-Serie Gemini Divison gewinnen: Dawson wird als New Yorker Polizistin in ein Science-Fiction-Universum versetzt, kämpft gegen böse Konzerne, künstliche Menschen und berichtet den Zuschauern mit der Handykamera über ihre Abenteuer. Die Produktion ist hochwertig und die Serie auf 50 Folgen angelehnt. Das Problem ist nur: Noch ist der Fiction-Boom im Web ein Goldrausch ohne Gold. Ein Geschäftsmodell fehlt.
Der Fernsehturm war ein mächtiger Bau aus Beton und Stahl, an der Spitze glühte ein rotes Licht. Im Internet gibt es diese zentrale Struktur nicht mehr. Der Produzent strahlt nicht mehr aus, sondern gibt die Daten frei – und hofft, dass die User vorbei surfen. Die Antenne, die früher aktiv gesendet hat, wird zu einem Link, der passiv darauf wartet angeklickt zu werden. Aus dem Fernsehen, das uns fremde Welten zeigt, wird das Nahsehen, ein Pixel-Spiegel, in dem wir uns selbst betrachten.
Kamera aus, Augen zu, Kopf an
Im Internet ist man selten allein: Auf der Web-Seite von Piet finden sich Bilder, Kommentare und Spuren seiner Freunde – Freunde sind nicht nur die fiktionalen Figuren Nick, Jessy und Melanie, sondern – wenn alles gut läuft – bald auch viele “echte” Nutzer, Menschen, die sich mit der Serie angefreundet haben. Internet-Fiction ist kurz und wird auf persönliche Art und Weise erzählt. Piet-Regisseur Manuel Meimberg will nicht ausschließen, dass die “Nutzer-Kommentare mal die Handlung beeinflussen könnten”.
Interaktivität bedeutet aber nicht, dass die Zuschauer in einem Multiple-Choice-Verfahren über den Plot bestimmen können. Das Netz ist ein soziales Medium. Über den Computer halten die Menschen Kontakt, sie haben sich daran gewöhnt, persönliche Fragen zu stellen und individuelle Antworten zu erhalten. Meimberg erzählt, dass er “versuchen will, die Leute zum Mitmachen zu bewegen”. Die Science-Fiction-Serie Gemini Division erlaubt es Zuschauern, einen eigenen Account auf der Seite einzurichten und dort über Webcam mit Fans und Serienfiguren zu kommunizieren.
Ist das die Zukunft des audiovisuellen Dramas? Manchmal scheint man selbst bei Grundy Ufa ein wenig Zweifel zu haben. Im Vorspann der Pietshow singt die Band Madsen: “Mach die Kamera aus, und schließt die Augen. Die Bilder in deinem Kopf reichen aus, um dir selbst zu glauben.”
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/327/316213/text/
